Saubere Energie aus der Höhe: STRABAG baut an der alpinen Solarzukunft

18.8.2026, Text: Marco Harling
Im Auftrag der Axpo realisiert STRABAG seit April 2025 die Lose Rohbau, Technikgebäude, Modultisch Montage mit Fundationen sowie die Werkleitungen direkt am Lai da Nalps für die alpine Solaranlage mit einer Leistung von rund acht Megawatt.
Kran zwischen vielen Solarpanels und im Hintergrund der Stausee Lai da Nalps © STRABAG
© STRABAG

Der Sommer zeigt sich von seiner intensivsten Seite, und die Schweiz erlebt eine Hitzewelle nach der nächsten. Doch die intensive Sonnenstrahlung lässt sich nachhaltig nutzen, und zwar zur Erzeugung von Solarstrom – auch in den Alpen.

Klimatische Herausforderungen auf 2'000 Metern über Meer

Das Bauen im Hochgebirge folgt eigenen Gesetzen. Bis zum planmässigen Unterbruch im Oktober 2025 konnten bereits die ersten 10 % der Anlage erfolgreich in Betrieb genommen werden. Danach zwang der Winter die Teams in die Pause, denn auf rund 2'000 Metern herrschen erschwerte Bedingungen – selbst Anfang Juni 2026 kletterte das Thermometer auf der Baustelle kaum über 5 Grad. Mittlerweile laufen die Arbeiten wieder auf Hochtouren und die alpine Solaranlage wird von Tag zu Tag grösser.
Um den Schneemassen in der Winterzeit zu trotzen, sind die Solarmodule in einer Höhe grösser 3 Meter konstruiert. Damit wird sichergestellt, dass die Module selbst bei einer lokalen Rekordschneehöhe schneefrei bleiben und keinen Schaden nehmen.

Anpassung von Technik und Natur

Dass sich Grossprojekte und ökologische Verantwortung nicht ausschliessen, zeigt sich direkt vor Ort. Bei den bestehenden Flächen aus dem Vorjahr hat sich die Vegetation bereits gut erholt; unter den Solartischen grünt es kräftig.Dem Bodenschutz wird eine besondere Wichtigkeit beigemessen. Auch die im Vorfeld geäusserten Sorgen um eine dauerhafte Störung von schützenswerten Lebensräumen haben sich bisher nicht bewahrheitet. Massnahmen zum Schutz der Wildtiere wurden im Vorfeld präzise geplant und werden strikt umgesetzt.

Ein wichtiger Bestandteil für die winterliche Stromversorgung

Bis zur geplanten Gesamtinbetriebnahme Ende 2028 bleibt der Zeitplan straff. Nach der Fertigstellung werden rund 1'500 Solartische mit jeweils bis zu zehn Modulen jährlich zirka 11 Gigawattstunden sauberen Strom produzieren. Das reicht aus, um den Jahresbedarf von rund 2'000 Haushalten zu decken. Ein entscheidender Vorteil der alpinen Lage: Ca. 40 % des Ertrags werden im wichtigen Winterhalbjahr generiert, wenn im Flachland oft Nebel herrscht. Die STRABAG im Auftrag der Axpo legt hier das Fundament für ein echtes Leuchtturmprojekt der Schweizer Energiewende.



Noch mehr zu NalpSolar findet man in unserem vorherigen Bericht. 

  • Drei Fragen an den Gruppenleiter ... François Borner

    Dieses Bauprojekt ist sehr eindrücklich, aber hinter jeder Baustelle stehen auch die Menschen ... Wir schauen hinter die Kulissen und haben STRABAG Gruppenleiter François direkt ins Rampenlicht geholt:
Bauführer mit orangen Helm lächelt während der Arbeit und schaut nach oben © STRABAG

Was macht deine Arbeit bei STRABAG für dich so besonders?

Neben den vielseitigen Herausforderungen auf den Baustellen schätze ich vor allem das tägliche Miteinander und den engen Austausch mit den Kolleg:innen. Auf der Baustelle arbeiten wir wie eine grosse Familie zusammen. Bei einem Grossprojekt wie «NalpSolar» verbringt das Team über mehrere Jahre hinweg täglich viel Zeit miteinander. Da lernt man sich automatisch sehr gut kennen, wächst eng zusammen und meistert die Aufgaben als echte Einheit.

Ist die Baustelle NalpSolar eines deiner spektakulärsten Projekte?

Ja, definitiv. Die Baustelle NalpSolar zählt zu unseren spektakulärsten Projekten. Bauvorhaben im alpinen Raum sind stets etwas Besonderes, da sie neben einer beeindruckenden Bergkulisse auch zahlreiche technische, logistische und klimatische Herausforderungen mit sich bringen. Gerade diese Kombination aus anspruchsvollen Rahmenbedingungen und einzigartiger Landschaft macht Projekte wie NalpSolar so aussergewöhnlich und prägend.

Vom Trainee zum Gruppenleiter – deine Entwicklung ist beeindruckend. Ist ein solcher Karriereweg typisch für STRABAG?

Das ist in der Tat so. Bei STRABAG wird Engagement wahrgenommen und mit Vertrauen belohnt. Ich gebe täglich mein Bestes, weil mir meine Arbeit grosse Freude bereitet. Dass diese Leistung gesehen, geschätzt und mir mit einer Führungsfunktion das Vertrauen für den nächsten Schritt geschenkt wird, ist eine tolle Bestätigung.