Neubau Reservoir Kopfholz: Bauphase 2 gestartet
Seit über 120 Jahren arbeiten die Gemeinden Horgen, Thalwil, Rüschlikon, Kilchberg und Langnau zusammen, um die Wasserversorgung der Region sicherzustellen. Mit dem Neubau des Reservoirs werden die Speicherkapazitäten für die Gemeinden Rüschlikon und Kilchberg deutlich erhöht: Für Rüschlikon steigt das Speichervolumen von 1'000 auf 1'600 m³, für Kilchberg von 1'500 auf 2'800 m³.
Versorgung jederzeit sichergestellt
Eine besondere Herausforderung des Projekts besteht darin, dass die Trinkwasserversorgung während der gesamten Bauzeit ohne Unterbruch gewährleistet werden muss. Dies wird durch ein sorgfältig geplantes Etappierungskonzept ermöglicht: Während bestehende Anlagen zurückgebaut werden, übernehmen andere Kammern deren Funktion. Nach der Inbetriebnahme der neuen Bauwerke können wiederum die verbleibenden Altanlagen ausser Betrieb genommen und ersetzt werden.
Im Juni 2026 konnte die erste Bauphase erfolgreich abgeschlossen werden. Die beiden neu erstellten Wasserkammern wurden erstmals mit Wasser befüllt und befinden sich aktuell im Prozess der Reinigung, Desinfektion und Qualitätsprüfung. Nach erfolgreichem Abschluss aller Tests werden sie an das Versorgungsnetz angeschlossen und übernehmen die Versorgung für die 2. Bauphase.
Start der Bauphase 2
Mit dem Beginn der zweiten Bauphase werden die bestehenden Wasserkammern für Kilchberg ausser Betrieb genommen. Anschliessend erfolgt deren Rückbau und Neubau. Dabei werden teilweise Bauwerke ersetzt, die noch aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts stammen. Besonders bemerkenswert sind die historischen, teilweise in Rundbauweise ausgeführten Wasserkammern von 1907 und aus den 1920er-Jahren.
Nach Abschluss kaum sichtbar
Trotz ihrer Grösse wird die neue Anlage nach Fertigstellung nahezu unsichtbar sein. Die Bauwerke werden mit Erdmaterial hinterfüllt und begrünt, sodass lediglich drei Zugänge im Wald sichtbar bleiben. Die Überdeckung dient nicht nur der landschaftlichen Integration, sondern gewährleistet auch die konstanten Temperaturen, die für den Betrieb eines Trinkwasserreservoirs erforderlich sind.
Nach Abschluss der Arbeiten wird sich das Reservoir harmonisch in die Umgebung einfügen und das Waldstück wieder nahezu genauso erscheinen wie vor Baubeginn – mit moderner Infrastruktur verborgen unter einer natürlichen Oberfläche.
Bereichsübergreifende Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Der Neubau des Reservoirs Kopfholz zeigt eindrücklich die Stärke der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb von STRABAG. Die komplexen Anforderungen des Projekts werden gemeinsam von den Bereichen Tiefbau und Strassenbau Zürich-Ost, Tiefbau und Strassenbau Nord-Ostschweiz sowie Bauwerkinstandsetzung und Ingenieurbau umgesetzt.
Jeder Bereich bringt dabei seine spezifischen Kompetenzen ein – von den umfangreichen Erd- und Werkleitungsarbeiten über den anspruchsvollen Betonbau bis hin zur Erstellung und Instandsetzung der wasserführenden Bauwerke. Durch die enge Abstimmung aller Beteiligten können die Arbeiten effizient koordiniert und die hohen Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Terminplanung erfüllt werden.
Die erfolgreiche Fertigstellung der ersten Bauphase und der nahtlose Übergang in die Bauphase 2 unterstreichen, wie wertvoll die Zusammenarbeit über Bereichsgrenzen hinweg ist. Gemeinsam leisten die Teams einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in der Region.