Abenteuer Kiesgrube: Wo Bagger auf Naturschutz treffen

31.7.2026, Text: Marco Harling
 Zwölf Kinder entdeckten in der STRABAG-Kiesgrube Dulliken riesige Maschinen, faszinierende Uferschwalben und lernten, wie nachhaltiger Kiesabbau und Naturschutz zusammengehen.
STRABAG Mitarbeiter mit 13 Kindern und zwei Erwachsenen in Kiesgruppe mit Pneulader und Dumper © STRABAG
© STRABAG

Im Rahmen des Pro Juventute Elternkompasses «Freizeit und Ferien» kooperiert der Fachverband Baustoff Kreislauf Schweiz regelmässig mit regionalen Ferienpass-Organisationen und Baustoffproduzent:innen. Am 28. Juli erhielten zwölf Kinder einen praxisnahen Einblick in die STRABAG-Kiesgrube in Dulliken. Organisiert wurde der Erlebnistag von der STRABAG AG gemeinsam mit Iris Lauper, Projektleiterin Natur und Boden bei Baustoff Kreislauf Schweiz. Das Ziel des Tages: Den Kindern das Zusammenspiel von Kiesabbau, natürlichen Lebensräumen und Naturförderung verständlich und nahbar zu machen.

Faszination für die grossen und kleinen Dinge
Wie funktioniert die Kiesgewinnung und welche Rolle spielen die gewaltigen Maschinen? Bagger und Pneulader beeindruckten die jungen Besucher:innen auf Anhieb. Gruppenwart Toni von STRABAG erklärte allen Kindern die Maschinen. Jedes Kind durfte natürlich Probesitzen, ob in den Maschinen oder in der Baggerschaufel, das spielte ihnen keine Rolle. Neben den imposanten Geräten begeisterten aber auch die vermeintlich kleinen Details: Das Erforschen der «Badewanne für LKWs» (Reifenwaschanlage), das Klettern auf Steinhaufen, das Sammeln von Steinen für zu Hause und eine kurze Naschpause an den wilden Brombeersträuchern am Rand der Grube.

Spannende Erkenntnisse in der Tierwelt

Auch die Natur kam nicht zu kurz, obwohl die sommerliche Trockenheit Spuren hinterliess: Während sich Amphibien wie Gelbbauchunken oder Kreuzkröten zurückgezogen hatten und Wildbienen die Reifenwaschanlage als Wasserstelle nutzten, liessen sich die Uferschwalben nicht aus der Ruhe bringen. Sie nisteten wie jedes Jahr in den Steilwänden der Kiesgrube. Dabei erzählte Toni den Kindern von einer besonderen Beobachtung: Der gewohnte Lärm der laufenden Maschinen störe die Schwalben nicht. Hielt jedoch ein Pneulader an, schalte den Motor aus und öffnet die Tür, flögen die Vögel davon. Sie hätten sich an die Arbeitsgeräusche und auch die herumfahrenden Maschinen gewöhnt, nicht aber an die stillstehenden Menschen.

Ein geschlossener Kreislauf für die Zukunft
Zum Abschluss erfuhren die Kinder, was nach dem Kiesabbau geschieht. Die Grube bleibt kein leeres Loch: Das entnommene Material wird schrittweise durch Aushub von anderen Baustellen ersetzt und wieder aufgefüllt. Dadurch entsteht langfristig wieder eine geschlossene Fläche, die beispielsweise für die Landwirtschaft genutzt werden kann.
Am Ende des Tages nahmen die Kinder nicht nur bleibende Erinnerungen und Spass mit nach Hause, sondern auch ein neues Verständnis für Kreislaufwirtschaft und Natur.

Impressionen