Entlandung Stausee Solis, Einlaufbauwerk, Alvaschein

Bedingt durch das grosse Einzugsgebiet (ca. 900 km2) gelangen jährlich grosse Mengen Geschiebe in den Stausee und lagern sich dort ab. Dies führt zur allmählichen Verlandung des Stausees. Dadurch hat sich das Nutzvolumen des Stausees von ursprünglich 1.46 Mio. m3 auf rund 1.0 Mio. m3 reduziert.

Um zu verhindern, dass sich weiter Material im Stausee ablagert, ist als Gegenmassnahme der Bau eines Geschiebeumleitstollens gewählt worden. Unsere Unternehmung erhielt den Auftrag für den Bau des Einlaufbauwerkes, welcher das Einlaufbauwerk, den Fangedamm, den Tauchbalken und das Leitbauwerk beinhaltet.

Für den Bau des Einlaufbauwerkes musste örtlich der Wasserspiegel abgesenkt werden. Zu diesem Zweck wurde vorgängig als Unternehmervariante ein Kreiszellenfangedamm erstellt.

War der Wasserspiegel innerhalb des Kreiszellenfangedammes gesenkt, erfolgen die Aushubarbeiten und das Erstellen des Einlaufbauwerkes und Tauchbalken.
Sobald die Stahlbetonarbeiten über dem Seespiegel lagen, konnte wieder geflutet und der Kreiszellenfangedamm rück gebaut werden.
Zum Schluss wurde mit den Spundbohlen aus den Kreiszellen Leitbauwerk unter Wasser erstellt.

  • Spundbohlen Kreiszellenfangedamm 800 t
  • Spritzbeton 1'200 m2
  • Auffüllung Kreiszellenfangedamm 20'000 m3
  • Auffüllung unter Wasser 20'000 m3
  • Hochdruckinjektion 800 m’
  • Schalung 7'600 m2
  • Aushub 15'000 m3
  • Bewehrung 400 t
  • Aushub Sprengfels 3'000 m3
  • Beton 3'800 m3
  • Anker 280 St
  • Steinschlagnetze 900 m2
  • Tauchereinsätze

Bausumme:
CHF 18 Mio.

Bauzeit:
2010 - 2012



Auf der Website veröffentlicht am 10.03.2016 – Zuletzt publiziert am 08.02.2019 16:52:49
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