STRABAG Schweiz

Wattwil: Brückenbau schreitet zügig voran

Übersichtsfoto der Brücke in Wattwil. 365 m beträgt die Gesamtlänge.

Die Thurbrücke ist ein Teilstück des Projekts «Umfahrung Wattwil» des Tiefbauamts Kanton St. Gallen. Das Teilprojekt beinhaltet die Überquerung des Talbodens zwischen Scheftenau und Stegrüti mit einer knapp 370 Meter langen Brücke. Sie ist die längste der geplanten Brücken und sowohl aufgrund ihrer Länge als auch ihrer Lage ein markanter und prägender Teil der Umfahrung. In sechs bis acht Metern Höhe führt sie in Form einer Kurve über die Talebene und überquert dabei sowohl die Thur als auch die Bahnlinie der Schweizerischen Südostbahn SOB. STRABAG (90%) führt das Projekt in einer ARGE mit der Firma De Zanet (10%) aus. Baustart war im August 2018, die Thurbrücke wird bereits per Ende 2019 fertiggestellt. Wenn der Überbau fertig ist, können Materiallieferungen für die Aufschüttung Stegrüti über die Brücke transportiert werden. Die Eröffnung der Umfahrung Wattwil ist für das Jahr 2022 geplant.
Die STRABAG sorgt mit sämtlichen involvierten Abteilungen (Ingenieur- und Tiefbau, Spezialtiefbau und Holzbau) dafür, dass der ehrgeizige Terminplan eingehalten werden kann. Die Hauptarbeiten für den Bau der 9,8-Millionen-Brücke umfassen:

  • Hilfsbaumassnahmen (z.B. Hilfsbrücke über die Thur, Baupisten etc.)
  • Bau von 9 Pfeilern in Sichtbeton, fundiert auf Grossbohrpfählen
  • Lehrgerüst für die Überbauschalung
  • Schalung in Elementbauweise
  • Armierung Überbau ca. 400 t
  • Vorspannkabel ca. 3200 m
  • Betonarbeiten in 5 Etappen (bis zu 930 m3 pro Etappe)
  • Abdichtung (3900 m2) und Gussasphalt (1020 t)

Gut koordiniert und unfallfrei
«Die Herausforderung ist den Bauablauf so zu planen, dass die technischen, terminlichen und umweltbedingten Randbedingungen eingehalten werden und gleichzeitig der finanzielle Aspekt nicht missachtet wird», so die zuständige Bauführerin Melanie Broder aus dem Bereich Ingenieur- und Tiefbau. Die Fundation der Brücke erfolgte über Bohrpfähle im Seebodenlehm. Lutz Goebel, Bauführer beim Spezialtiefbau, hat mit seiner Mannschaft sämtliche Grossbohrpfähle gebohrt. Bei den Widerlagern wurden je vier Pfähle mit 900 Millimeter Durchmesser und einer Pfahllänge von je rund 30 Metern erstellt. Die Schalung plante die Abteilung Holzbau in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur- und Tiefbau in 3-D. Dazu gehörten Optimierung, Konzept, Planung und Herstellung der Pfeiler- und Überbauschalung – im letzteren Fall auch die Montage. «Die Schalung haben wir im Werk Lindau vorgefertigt zu Elementen von 3x10 Metern. Total waren es 125 Elemente aus Schweizer Käferholz für den Überbau», so Dominic Graf, Bauführer in der Abteilung Holzbau. Die fertigen Elemente wurden vor Ort mit einem Kran auf den Überbau gesetzt. «So effizient hat vor uns noch niemand eine Brückenschalung hergestellt», meint er stolz.

Es gibt übrigens einen weiteren Grund für das ganze STRABAG-Team, stolz zu sein: Die Baustelle ist bereits seit fast einem Jahr unfallfrei geblieben.


Blick auf die bereits betonierten Etappen.




Bilder oben: Betoniert wird mit zwei Teams, es werden bis zu 930 m3 pro Etappe eingebaut.


Anschliessend wird der Beton mit einer Plane abgedeckt, um ihn vor zu schnellem Austrocknen zu schützen.


Die Schalung des letzten Teilstücks: Die letzte Etappe wird aktuell armiert, damit sie Ende Juni betoniert werden kann.


Pfeiler 4 (Sichtschalung Typ 4.14).




3-D-Ansicht der Betonschalung, angefertigt im Holzbau der STRABAG in Lindau.

Fotos: STRABAG AG

Die STRABAG – ein Tochterunternehmen der STRABAG SE – ist mit rund 1000 Mitarbeitenden in der Schweiz an über 20 Standorten vertreten. Mit einer innovativen und breiten Leistungspalette sind wir die kompetente Partnerin für Bauvorhaben jeglicher Art. Wir bringen Menschen, Baumaterialien und Geräte zur richtigen Zeit an den richtigen Ort. Dank der Kraft unserer Teams, unserem Know-how und unserem internationalen Netzwerk realisieren wir auch komplexe Projekte mit Erfolg.

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