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Bei einer umfassenden Untersuchung des im Jahr 1974 erstellten Parkhaus 2 der Unique Flughafen Zürich wurde festgestellt, dass für eine langfristige Nutzung eine Gesamtsanierung nötig ist. Die hauptsächlichen Mängel waren der ungenügende Korrosionsschutz am Stahlskelett sowie die fehlende Abdichtung des Betonbodens.
Wegen der fehlenden Sperrschicht hatte der für die Tragfähigkeit mitverantwortliche Überbeton die letzten dreissig Jahre nicht schadlos überstanden. Unzählige Risse und Schadstellen ermöglichten dem durch Fahrzeuge verfrachteten, im Winter zudem salzhaltigen Wasser die eingelegte Armierung nachhaltig zu zerstören. Ein Ersatz der Armierung und des Überbetons wurde unvermeidlich, da diese Komponenten einen bedeutenden Teil zur Tragfähigkeit der Deckenkonstruktion beitragen. Die durch den Bauherren vorgegebenen Rahmenbedingungen waren eine Herausforderung, welcher sich die Strabag AG gerne stellte. Zum einen sollte der Betrieb des Flughafens möglichst wenig tangiert werden. Zum anderen war auch der für die Durchführung nötige Platz knapp. Diese Einschränkungen an die für ein solches Vorhaben nötigen Installationen waren nicht immer einfach zu bewältigen. Dank guter Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen liessen sich aber doch praktikable Lösungen finden. Die wohl grösste Aufgabe bestand darin im engen gegebenen Zeitrahmen alle auszuführenden Massnahmen zu vereinen und die Abläufe für die Einhaltung der Qualität zu optimieren. Auch dieses Ziel wurde von der Strabag AG erreicht.
Anfang Mai 2008 wurde mit der Einhausung zum Schutz des Publikums und der
Abdichtungsarbeiten im Geschoss 6 begonnen und bis ins Geschoss 3 geführt. Dort wurde sowie in einem Teilbereich des Geschoss 5 zeitgleich ein dichte Wanne zum Schutz der darunter liegenden Etagen erstellt. Dies war nötig, da der zirka acht Zentimeter starke Überbeton in den Geschossen 6 bis 4 mittels Wasserhöchstdruck-Verfahren bis auf die tragenden Rippenplatten abgespitzt werden sollte. Um die geforderte Leistung umzusetzen starteten vier Roboter parallel im 6. Stockwerk und arbeiteten sich so nach unten. Unmittelbar danach mussten die Unmengen an Schutt abgesaugt und die alte Armierung entfernt werden. Eine weitere Knacknuss war mit der möglichst schadfreien Erhaltung der nur fünf Zentimeter starken Rippenplatten zu lösen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fand man in Zusammenarbeit mit dem Subunternehmer eine zufriedenstellende Variante. Es folgte einer gründlichen Reinigung der Flächen und anstelle der vormals verwendeten Netzarmierung wurde eine Stabarmierung verlegt. Diese bot mehrere Vorteile. Einerseits konnte die geforderte Überdeckung durch die bei Netzen auftretenden Überlappungen vermieden werden, andererseits war das Zuführen des Stahls in langen Bünden wesentlich einfacher als mit breiten Matten im doch engen Zufahrtsbereich zu manövrieren. Auf die vorbereiteten Flächen wurde ein dem alten Gefälle angepassten Überbeton eingebracht, welchem durch die kurze Bauzeit bedingt dank chemischen Zuätzen die zeitraubende Nachbehandlung erspart werden konnte.
Zwischen dem Einbringen des Betons und den Vorbereitungsarbeiten zur Bodenbeschichtung mussten noch die gewünschten Korrosionsschutz- und Malerarbeiten erledigt werden. Mit bis zu dreissig eigenen und zwanzig Personen von Subunternehmern glich die enge Baustelle öfters einem Bienenstock. Dank guter allgemeiner Zusammenarbeit fanden aber alle aneinander vorbei um ihre Arbeiten entsprechend den Bedingungen zu erledigen. Nach dem Aufrauen der Betonoberfläche war noch die zeitraubende Bodenbeschichtung aufzubringen welche das schlussendlich sichtbarste bleibende Zeichen der Sanierung bildet. Endlich konnte die Schlussreinigung und das Entfernen der Einhausung in Angriff genommen und so eine Etage der anderen nach unten folgend dem Bauherren und dem Verkehr übergeben werden. Mit der Freigabe des dritten Stockwerks Anfang November 2008 fand die Parkhaussanierung ihren erfolgreichen Abschluss.
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