Lärmschutzgalerie, Stansstad



Seit Juni wird auf der Autobahn A2 bei Stansstad an einer Lärmschutzgalerie gebaut. Gemäss Lärmbelastungskataster besteht Handlungsbedarf, obwohl bereits Lärmschutzwände montiert worden sind. Die Baudirektion des Kantons
Nidwalden hat in den Jahren 1995 / 1996 ein Vorprojekt ausarbeiten lassen. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde festgestellt, dass zur Erfüllung der Lärmschutzanforderungen teilweise eine Überdeckung über die gesamte Breite nötig ist, und in anderen Bereichen die Überdeckung einer Fahrtrichtung genügt. Die beidseitige Überdachung der A2 erstreckt sich von der Höhe des Bahnhofs Stansstad auf einer Länge von rund 280 Metern Richtung Stans. Anschliessend folgt die einseitige Überdeckung der beiden dorfseitigen Fahrspuren von rund 210 Metern Länge. Im Anschluss an die Galerie werden zusätzlich stellenweise die bestehenden Lärmschutzwände erhöht.

Architektur
Das Gebiet am Alpnachersee wird in Stansstad durch die Autobahn vom übrigen Dorf getrennt. Diese Tatsache tritt optisch stark in Erscheinung und wird durch die bestehenden Lärmschutzwände noch verstärkt. Durch die technisch erforderliche Höhe des Lichtraumprofils der Autobahn, die Stärke der Tragkonstruktion und die Benutzbarkeit der Oberfläche sind der Gestaltung der Lärmschutzgalerie allerdings Grenzen gesetzt. Die Arbeiten haben Ende Juni mit dem Einrichten der Verkehrssicherheitsmassnahmen, dem Abbruch des Mittelstreifens und dem Einbau der provisorischen Beläge begonnen. Dann wird ein Schutzgerüst entlang der Zentralbahn errichtet. Nach diesen Arbeiten werden Pfähle und Wände auf der Nordseite entlang der Zentralbahn erstellt, anschliessend auf der Seeseite und zuletzt in der Mitte der Autobahn. Darauf werden vorfabrizierte Deckenteile montiert. Die Arbeiten werden abgeschlossen mit der Montage von Lärmschutzelementen und Lärmschutzwänden, den Belagsarbeiten sowie der Installation der Sicherheitseinrichtungen, Signale und Beleuchtung.

Tragkonstruktion
Wände und Konstruktionsbeton auf den vorfabrizierten Deckenelementen werden aus Ortbeton gefertigt Die Querträger sind vorgespannt und die Decke wird vollflächig abgedichtet. Betonwände und Platten bilden einen Rahmen. dieser wird auf Kleinbohrpfählen fundiert. Bei der beidseitigen Überdeckung ist aus Sicherheitsgründen eine geschlossene Mittelwand aus Beton erforderlich. Ebenfalls aus Sicherheitsgründen ist bei der einseitigen Überdeckung auf einer Länge von 100 Metern eine Mittelwand erforderlich. Im anschliessenden Bereich ist die Halbüberdeckung im Mittelstreifen offen und wird von Stützen getragen.

Realisierung
Die Realisierung der Galerie erfordert eine enge Koordination mit allen anderen Arbeiten (Lärmschutzwände, Trasseebau, BSA, Entwässerung und Werkleitungen). Damit während der Bauzeit ein möglichst ungehinderter
Verkehrsablauf aufrechterhalten werden kann, müssen pro Fahrtrichtung stets zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen.